Berglust auf der Südseite der Alpen Bad Kleinkirchheim

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Berglust auf der Südseite der Alpen Nassfeld/Pressegger See - Lesachtal - Weissensee

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Nassfeld - Grenzenloses Bike-Vergnügen!

 Nassfeld - Pressegger See | Lesachtal | Weissensee

Grenzenloses Bike-Vergnügen!

Herrlich warme Sommertage liegen hinter uns; die zahlreichen Sonnenstunden haben uns im Juli und auch in der erste Augusthälfte zu einem unvergesslichen und sehr sportlichen Sommer in Kärnten verholfen. Die meiste Zeit waren wir jedoch mit dem Rennrad unterwegs, bietet sich das Dreiländer Eck doch großartig an, um ausgedehnte Touren mit zahlreichen Höhenmetern zu absolvieren.

Doch mit jedem Kilometer auf der Straße wuchs die Sehnsucht nach unberührten Forstwegen, dem satten Grün der Wälder und nach Stille; weg von den Autos und den asphaltieren Straßen, hinein in die Erholsamkeit der Natur.

 

Die Region rund um Villach ist mir bestens bekannt, doch diesmal war der Drang etwas Neues und Unbekanntes zu entdecken, größer und so stieß ich bei der Suche nach einem gemütlichen Mountainbike Ausflugsziel auf die Region Nassfeld Pressegger See; im Winter ein Paradies für Sportler, über die Grenzen für seine perfekten Bedingungen - Schneesicherheit kombiniert mit zahllosen Sonnenstunden, bekannt und somit einzigartig zum Skifahren, Freeriden und Langlaufen. Auch haben wir hier schon zahlreiche atemberaubende Touren mit den Skiern gemeistert.

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Mountainbiker fahren entlang des Trails
© Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung / Grenzenloses Bike-Vergnügen

Nassfeld im Sommer

Vielleicht noch weniger populär und eher Insidern bekannt, zeigt sich die südlichste Region Kärntens auch im Sommer von einer sportlich natürlichen Seite, ja teilweise fast noch unberührt. Mittlerweile ist man hier sehr bemüht die topografisch perfekte Gegend auch für Mountainbiker attraktiver zu gestalten; und dies trägt jetzt schon die ersten Früchte. Außerdem fasziniert mich die Grenzenlosigkeit dieser Region, im wahrsten Sinne des Worte, denn einfach so mit dem Bike zwischen Italien und Österreich hin- und her zu sausen, hat schon seinen Reiz.

Zauberhafter Herbst am Berg

Somit war das Ziel gefunden, ein Datum fixiert und da mein Pioniergeist auch seine Grenzen hat, gönnte ich mir diesmal einen Guide, der mir das Suchen und Entdecken ein bisschen erleichtern sollte; in der letzten Woche machte sich die Sonne leider ein wenig rar, doch nach der unnatürlichen Hitze in diesem Sommer, erschien mir das fast wie ein Segen. So präsentierte sich mein ausgewählter Tag frühmorgens, als ich mich auf den Weg von Villach Richtung Tröpolach, zum Treffpunkt mit Bike-Guide Ricky, am Fuße des Nassfeldes machte, sogar schon ein wenig herbstlich. Bereits ab der Einfahrt in das malerische Gailtal waren die Berge links und rechts der Straße entlang in dichte Nebelwolken gehüllt, doch Regen wurde erst für den Nachmittag prognostiziert und somit war meine Stimmung ungetrübt; für mich persönlich sind diese kühlen Herbsttage ja geradezu ideal, um ausgedehnte Bergtouren mit dem Bike richtig zu genießen.
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© Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung
Die romantische Atmosphäre mit einem Hauch Melancholie, die der Herbst mit seinen Farben, Gerüchen und dem einzigartigen Licht mit sich bringt, verzaubern mich jedes Jahr auf's Neue. Hat man dann noch das Glück ein paar dieser Tage am Berg zu verbringen, den Sommer gedanklich zu verabschieden und sich mit der Natur gemeinsam auf die Stille des Winters vorbereiten zu dürfen, kann man sich nur glücklich schätzen. Genau dies war mein Plan, der perfekt aufgehen sollte!

Bike-Eldorado für Jedermann

In Tröpolach angekommen empfing mich mein sympathischer Guide aus Italien, direkt vor dem hiesigen Sportfachgeschäft NTC Sölle. Im Winter die größte Skischule mit eigenem Skiverleih, ist man hier auch im Sommer mit einem breiten Angebot für die ganze Familie bemüht, die Vielfältigkeit der Gegend perfekt zu nutzen. Ricky bespricht mit mir kurz die geplante Route des Tages; und so bringt uns der Millennium-Express, eine moderne Kabinenbahn, ideal für den Biketransport, hinauf auf die „Madritsche“ , die etwa auf 1900 Meter Seehöhe gelegene Bergstation.
Auf den Berg geht es mit der Bergbahn
© Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung / Ankunft auf 1900 Meter Seehöhe mit dem Millennium-Express
Bereits bei meinen Recherchen stieß ich auf mehr als 31 Strecken, die alle online auf der interaktiven Karte zu erforschen sind, und somit war ich schon mehr als gespannt was Ricky für den Tag geplant hatte. Leider zeigte sich der neue Single Trail aufgrund der Regenfälle der letzten Tage zu stark in Mitleidenschaft gezogen und somit wurde eine alternative Route gewählt. Oben angekommen war ich froh genügend Schichten angezogen zu haben, war es doch mit etwa 8°C wirklich frisch und da für den heutigen Tag ja eher Downhill Passagen angesagt waren, fiel auch das gewohnte Aufwärmen durch ́s Hinauffahren weg.

 
Nun ging es von der Madritsche hinunter zur Tressdorfer Alm, der perfekt ausgebaute Schotterweg eignet sich ideal um in die Gänge zu kommen und sich nach den Monaten auf dem Rennrad wieder an das spritzige Mountainbike und seine Eigenarten zu gewöhnen. Danach führten uns ein paar Höhenmeter hinauf zur Sonnenalpe Nassfeld, das eigentliche Zentrum am Pass zu Italien. Zahlreiche Hotels, Restaurants und Shops ziehen mittlerweile nicht nur im Winter zahlreiche Gäste an, auch jetzt war hier richtig was los und wir schlängelten uns durch die herumspazierenden Touristen hinauf bis zur Österreich-Italienischen Grenze. Hier befindet sich genau auf der Grenzlinie eine idyllische kleine Kapelle, bei der wir kurz pausierten. Mein Bike Guide erzählt mir einiges über die interkulturellen Pläne, denn auch auf der Italienischen Seite weiß man mittlerweile um das Mountainbike Potenzial dieser Gegend.
© Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung /
Köstliche italienische Jause am Lago Pramollo

Südlicher Flair und leichtes Lebensgefühl

Nun geht es weiter über die Skipiste zur Gartnerkofel 4er-Sesselbahn, die uns und unsere Bikes gemütlich und entspannt nur 280 Meter unter den mächtigen Gipfel des Gartnerkofels bringt. Von hieraus führt uns ein schön ausgebauter Trail wieder hinunter zum Lago di Pramollo, wo uns bei Fausto eine herrliche italienische Jause mit frischem Weißbrot erwartet.
Nun erkenne ich den wahren Wert so eines persönlichen Mountainbike Guides; bekomme ich doch von Ricky, diesem jungen, extrem engagierten sympathischen Kerl, jegliche Infos über Land und Leute. Seine Pläne für den weiteren Ausbau der Trails lassen mich aufhorchen, hat Kärnten doch in diesem Bereich noch echten Aufholbedarf, aber was mir hier erzählt wird, lässt mich gespannt und vor allem sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken. An Visionen und tatkräftigen jungen Leuten, die anpacken und Dinge zum Positiven weiterentwickeln wollen, fehlt es hier eindeutig nicht. Kombiniert mit dem leicht südlichen Flair und leichten Lebensgefühl Italiens, das hier ist überall spürbar ist, ist das Nassfeld wirklich etwas Einzigartiges.

 
Doch genug geplaudert, nun müssen wir weiter - denn der Blick hinaus und vor allem hin- auf Richtung Bergkuppen verrät nichts Gutes. Mittlerweile bringt der frische Wind dicke Regenwolken über den Nassfeldpass. Da wir dem Namen der Gegend nicht gerecht werden wollen, beschließen wir nach unserer kulinarischen Stärkung mit der 6er Sesselbahn hinauf auf die Madritsche zu fahren, um uns dann dem eigentlichen Mountainbike Highlight der Gegend, dem 11,7km langen „Lift & Bike Giro“ hinunter nach Tröpolach zu widmen. Ohne Regen macht ́s gerade hinunter, einfach viel, viel mehr Spaß!

„Lift & Bike Giro“ - purer Downhill-Genuss über 11,7km

Großteils führt die Strecke über gepflegten, feinen Schotter, entlang an den atemberaubenden Felsformationen der Karnischen Alpen. Hin und wieder müssen wir ein paar Kühe umschiffen, doch ansonsten haben wir freie Fahrt und können die rasante Abfahrt richtig genießen. Meter für Meter nähern wir uns dem Tal, was vor allem an den angenehm steigenden Temperaturen zu bemerken ist. Nach etwa 3 bis 4 Kilometer bergab, erwartet uns noch ein kurzes Stück hinauf - hier heißt es schnell reagieren, runterschalten und pedalieren was die Waden hergeben, bis es die restliche Strecke weiter hinunter zu unserem Ausgangspunkt nach Tröpolach geht.
Der
© Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung /
Los geht's! Der Lift & Bike Giro wartet auf uns!
Zu Anfangs war ich noch ein wenig skeptisch, da ich ja eher von der Uphill-Fraktion komme und für mich ein perfekter Tag am Mountainbike mindestens 1000 Höhenmeter bergauf bedeutet. Doch was man uns hier in der Region Nassfeld-Pressegger See bietet ist sehr beachtlich und sympathisch; versucht man doch im Einklang mit der Natur ein sportliches Erlebnis zu bieten, fernab von überfüllten Bergstationen und Hütten. Der Spaßfaktor so einer langen Downhill Strecke wie dem „Lift & Bike“ Giro, ist ohne Frage enorm hoch, körperlich nicht zu unterschätzen, kommen doch die Oberarme ganz schön zum Einsatz. Doch sicherlich auch für ungeübte Biker sicher und stressfrei zu bewältigen.
Mit dem Bike durch ein Baumtor
© Bilder: Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung

Mein Fazit

Für mich steht jedenfalls fest, dass ich nicht das letzte Mal hier war um diese herrliche Strecke des „Lift & Bike Giros“ als reinen „Bike Giro ohne Lift“ zu erkunden; natürlich bedarf es hierfür ein wenig an Kondition, doch die perfekt ausgebauten Schotterwege von unten bis nach oben rufen ganz laut Uphill fahren! Hinauf entdeckt man noch einiges mehr, was einem durch den Speed der Abfahrt oft verschlossen bleibt!

Daher; bis bald du schönes Nassfeld!

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Bilder: Simone Kumhofer, Region Nassfeld, Kärnten Werbung / Text: Simone Kumhofer / 21. August 2015

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